Um 3500 v. Chr. wurde das erste Glas in Ägypten und Mesopotamien (dem heutigen Irak) hergestellt. Komplizierte Herstellungsverfahren machten Glas-produkte zu Luxusobjekten der Herrschenden. Zier und Gebrauchsgegenstände waren den Reichen vorbehalten und machten Glasprodukte, Glasperlenketten und Glasperlen selbst zu einer begehrten Handelsware.
Ab 2000 v. Chr. gab es in Europa vereinzelt Glasperlen, jedoch einfach in Farben und Gestaltung.
Die Kelten wussten schon kompliziertere Perlen herzustellen.
Die Römer perfektionierten die Glasperlenherstellung und versuchten meist, Edel-steine zu imitieren. Sie waren Luxusgüter, gleichzeitig aber relativ günstig in der Herstellung und waren somit als Zahlungs- und Tauschmittel äußerst beliebt.
Nach dem Fall Konstantinopels flohen viele Glasmacher nach Venedig und trugen somit maßgeblich zur Verbesserung der Glasperlenherstellung und der Marktherr-schaft Venedigs im Glasbereich bei. Durch strenge Sanktionen den Glasmachern gegenüber sollte verhindert werden, dass Geheimnisse der Glasherstellung an andere italienische Republiken gelangten.
Die Glasperle avancierte zum begehrten Handelsgut und wurde gegen Edelmetalle, Edelsteine und Sklaven getauscht.
Heute werden Glasperlen vermehrt in Asien als Massenprodukt erzeugt. Hochwertige kleine Glasperlen (Rocailles) werden in Japan und Tschechien her-gestellt und in alle Welt exportiert.